Sexualität und Partnerschaft | Auch für RollifahrerInnen kein Tabu-Thema

In den letzten Jahren wurde die Lebenserwartung von Menschen mit Querschnittlähmung deutlich erhöht. Heute liegt der Augenmerk auf die Verbesserung der Lebensqualität. Zu der gehört auch die Sexualität.
 
Die sexuelle Identität muss durch eine Rückenmarkverletzung nicht zerstört werden. Der Mangel an Information und Verständnis stellt oft ein größeres Handicap dar, als irgendeine körperliche Veränderung.

Sexualität gehört zur Privatsphäre. Dadurch werden offene Gespräche meist vermieden. Schweigen hilft nicht. Nur wer seine Sorgen um die Sexualität mitteilt findet eine Lösung.

„Sex“ - also Geschlechtsverkehr - ist nur ein Teil der gesamten Sexualität. Zweifellos gehören dazu funktionelle und physiologische Abläufe wie die Erektion, der Geschlechtsverkehr und die Zeugung eines Kindes. Die Sexualität wird von dem wohlbefinden des Einzelnen beeinflusst. Das Selbstbild, die Bedürfnisse und Wünsche sind sehr wichtig.
 
Die Sexualität wird von vielen Einflüssen geprägt. Dazu gehören erzieherische, kulturelle und religiöse Hintergründe. Die sexuellen Interessen, das Selbstverständnis und unsere Werte machen aus uns Individuen.

Viele glauben, die Verletzung hat Ihnen Ihre Sexualität genommen. Trainingsanzug, Kompressionsstrümpfe und fehlende Kontrolle über Blase und Darm machen nicht gerade attraktiv oder gar sexy.

Doch es ist anders. Auch mit einer Querschnittlähmung gibt es erogene Zonen oberhalb des Lähmungsniveaus.

Durch Stimulation kann Lust und Erregung verspürt werden. Man muss seinen eigenen Körper nur neu kennen lernen. Das Gefühl der körperlichen Entladung durch den Orgasmus - wie vor dem Trauma erlebt - wird vermutlich nicht das Gleiche sein. Aber eine orgasmusähnliche Entspannung kann durchaus empfunden werden.

Viele erleben das Orgasmusgefühl erst nach Jahren wieder. Andere gar nicht. Meist wird es als eine Art „Orgasmus im Kopf“ beschrieben.
Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Darm- und Blasenfunktion. Peinliche „Unfälle“ müssen möglichst vermieden werden. Ein gut funktionierendes Darmprogramm hilft. Unwillkürlicher Stuhlabgang während des Geschlechtsverkehrs wird so verhindert.

Die Blase sollte möglichst kurz vor dem Geschlechtsverkehr nochmals entleert werden.
 
Die traditionelle „Missionars-Stellung“ kommt wegen der Lähmung meist nicht mehr in Frage. Seien Sie kreativ und suchen Sie zusammen mit Ihrem Partner Alternativen.

Oftmals behindern Spastiken die sexuelle Aktivität. Nehmen Sie einfach antispastische Medikamente vor dem Geschlechtsverkehr.

Spastikprobleme werden teilweise von der Umgebung beeinflusst. Sorgen Sie also für eine angenehme Raumtemperatur. Auch warme Strümpfe können die Gefahr einer Spastik abschwächen.

Liegt die Schädigung über dem Niveau von Th6, können sexuelle Handlungen eine autonome Hyperreflexie (stark erhöhter Blutdruck, roter Kopf, Kopfschmerzen) auslösen.

Suchen Sie eine Position, bei der der Kopf höher liegt. Ruhen Sie sich in dieser Situation aus und halten Sie inne. Es können auch Probleme mit dem Darm oder der Blase dahinter stecken. Sprechen Sie am Besten mit Ihrem Arzt.

Offene Gespräche mit dem Partner sind sehr wichtig. Ihr Partner muss mit Ihrer Lähmung vertraut sein. Nehmen Sie ihm die Angst.

Der Rollifahrer

Der querschnittgelähmte Mann

Beginnen wir mit den anatomischen Gegebenheiten des Mannes.

Der Hodensack (Skrotum) enthält zwei Hoden, die männlichen Geschlechtsdrüsen. In den Hoden werden männliche Hormone produziert. Diese sind für den Bartwuchs, eine tiefe Stimme und die Produktion von Samenzellen verantwortlich. Samenzellen werden in den Nebenhoden gespeichert. Sie liegen ebenfalls innerhalb des Hodensacks.
 
Weil sich der Hodensack außerhalb des Körpers befindet, werden die Samenzellen unterhalb der Körpertemperatur gelagert. Dadurch bleiben die Samenzellen lebendig.

Beim Samenerguss schießen die Spermien vom Nebenhoden über den Samenleiter bis zur Harnröhre. Die Harnröhre führt über den Penis nach außen. Dabei werden dem Ejakulat Gleitmittel und Sekrete beigemischt.
„Bin ich noch in der Lage Geschlechtsverkehr zu haben?“. Diese Frage stellt sich jeder Mann. Die Sexualorgane bleiben durch die Verletzung unverändert. Sie produzieren weiterhin Samenzellen und Hormone. Es finden jedoch einige Änderungen statt.

Man weiß ein bis zwei Monate nach der Verletzung, ob man weiterhin zu einer Erektion fähig ist.

Es gibt zwei Arten von Erektionen: Die reflektorische und psychogene Erektion

 
Reflektorische Erektionen

Sie entstehen durch direkte körperliche Stimulation (Vorspiel, Berührung, Masturbation). Indirekt wird sie durch eine volle Blase, Muskelspasmen oder Bewegungen des Körpers verursacht. Sie ist ein reiner Reflex. Das Gehirn trägt zur Gliedversteifung nicht bei.
 

Psychogene Erektionen

Sie treten mit der inneren Erregung auf. Diese wird durch Abbildungen, sexuelle Phantasien oder sogar über bestimmte Gerüche verursacht. In diesem Fall schickt das Gehirn eine Botschaft über das Rückenmark nach unten.

Männer mit einer Rückenmarkverletzung können eine oder beide Arten der Erektion haben. Es hängt vom Lähmungsniveau ab und ob man komplett oder inkomplett gelähmt ist.

Komplette Lähmungen oberhalb Th12/L1 führen normalerweise zu reflektorischen Erektionen. Bei kompletten Lähmungen in Höhe Th12/L1 oder darunter ist man zu psychogenen Erektionen fähig. Diejenigen mit inkompletten Lähmungen können beide Arten haben.

Im Gehirn entstehen nach wie vor sexuelle Reaktionen. Die Nervenimpulse können die Verletzungsstelle nicht passieren und eine spontane Erektion bleibt aus.

Am Einfachsten ist die reflektorische Erektion. Sie ist sehr schwierig aufrecht zu erhalten. Eine Vielzahl an Hilfsmitteln unterstützt jedoch eine lang anhaltende Erektion. Sie helfen auch bei weichen psychogenen Erektionen.

Die folgenden Methoden unterstützen Sie bei der Erektion.

Vakuumpumpe
Dieses Gerät erzeugt einen Unterdruck und lässt dadurch Blut in den Penis fließen. Die entstehende Erektion hält mit Hilfe eines weichen Gummirings. Dieser wird um die Peniswurzel gelegt. Sie klingt erst ab, wenn der Ring entfernt wird. Eine medizinische Vakuumpumpe ist verschreibungsfähig.

Viridal®, Caverject® (Alprostadil)
Diese Medikamente werden seitlich in den Schwellkörper des Penis gespritzt. Die Schwellkörper füllen sich dadurch. Eine Erektion entsteht. Die Dosis und die Reaktion des Körpers bestimmen die Erektionsdauer. Als Nebenwirkungen können gefährliche, lang andauernde Erektionen und Vernarbungen durch die wiederholten Injektionen auftreten. Das Medikament muss verschrieben werden.

Viagra®, Levitra®, Cialis® (Sildenafil, Vardenafil, Tadalafil)
Diese Medikamente sind in Tablettenform und werden mit Erfolg bei Erektionsproblemen eingesetzt. Die Kosten werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Sie erhalten die Produkte nur auf Privatrezept. Das Präparat und die Dosierung sollten vom Arzt bestimmt werden.
Die Medikamente helfen nur, wenn wenigstens eine schwache oder kurzzeitige Gliedversteifung möglich ist. Bei einigen Herzkreislauf-Erkrankungen sind sie nicht geeignet.

Obwohl Reflexerektionen möglich sind, kommt es bei den wenigsten Männern zum Samenerguss. Dieser ist nur Möglich, wenn eine inkomplette oder tiefe (unterhalb L2) Lähmung vorliegt. Bei Männern, die ejakulieren können, ist die Qualität und Beweglichkeit der Samenzellen meist eingeschränkt.
Der Grund ist nicht ganz klar. Man vermutet, dass durch das Sitzen im Rollstuhl die Spermien im Hoden zu warm gelagert werden. Anhand eines Spermiogramms kann der Urologe die Zeugungsfähigkeit bestimmen.


Wie kann ein Samenerguss erzeugt werden?

Eine Möglichkeit ist die Vibromassage. Dabei wird die Eichel es Penis stimuliert. Bei spastischen Lähmungen oberhalb Th11 kann so eine Ejakulation ausgelöst werden. 50% der Männer kommen so zum Samenerguss. Mit dem daraus gewonnenem Sperma kann eine weibliche Eizelle künstlich befruchtet werden. So können auch querschnittgelähmte Männer Kinder zeugen.

Die Qualität und Mobilität der Spermien kann durch häufiges Ejakulieren erhöht werden.

Es gibt viele Arten der künstlichen Befruchtung. Von der einfachen Technik zu Hause über die sehr hoch entwickelten extrakorporalen Techniken. Je komplizierter, desto höher die Kosten (5000 €- 10.000€). Die neuere high-tech Methode, die intracytoplasmatische Samenzelleneinspritzung (ICSI) verbessert die Wahrscheinlichkeit der Befruchtung. Die Samenzellen müssen dafür nicht beweglich sein. Sie werden manuell in das weibliche Ei eingesetzt. Die Kehrseite: ICSI ist teuer und wird nur unter bestimmten Voraussetzungen und auf Antrag von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Das Leben geht weiter. Genießen Sie es.

Die Rollifahrerin

 

Die querschnittgelähmte Frau

"Kann ich noch Sex haben?", "Kann ich ihn genießen?", "Kann ich meinen Partner befriedigen?" oder "Kann ich ein Baby bekommen?". Diese Fragen stellen sich viele querschnittgelähmte Frauen.

Darauf gibt es eine Antwort: Ja – genießen Sie das Leben!

Die Eierstöcke, Eileiter, Gebärmutter und die Vagina haben sich nicht verändert. Alles ist wie vor Ihrer Verletzung. Sie bekommen nach wie vor Ihren normalen Zyklus und der Hormonhaushalt ist der Gleiche. Auch wenn Sie noch Teenager sind. Sie entwickeln sich unverändert weiter zu einer Frau.
 

Der Menstruationszyklus kann durch den Schock der Verletzung aussetzen. Auch Unregelmäßigkeiten sind keine Seltenheit. Innerhalb von sechs Monaten stellt sich aber Ihre Periode wieder ein. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, sollte sich Ihre Periode nach sechs Monaten nicht zurückmelden oder nach wie vor unregelmäßig auftreten.

Wie jede Frau können Sie während Ihrer Menstruation Tampons oder Vorlagen benutzen.

Geschlechtsverkehr und eine sexuell erfüllte Beziehung sind kein Problem. Stehen Sie zu sich und Ihren Körper. Die Stellung hängt von Ihrer Beweglichkeit und Ihren Vorlieben ab.

Unterhalb des Lähmungsniveaus kann die Haut oft wenig oder kein Gefühl verspüren. Lassen Sie Ihre Phantasie spielen und setzen Sie alle Ihre Sinne ein. Sehen, Hören, Fühlen und Riechen steigern die Lust. Bereiten Sie sich und Ihrem Partner das Vergnügen.

Reden Sie mit Ihrem Partner über Ihre Phantasien. Genießen Sie das Vorspiel, die Stimulationen der erogenen Zonen an Hals, Ohren, Lippen und Brüsten. Das steigert Ihre sexuelle Anregung.

Tritt eine lähmungsbedingte Trockenheit der Vagina auf?

Verwenden Sie ein wasserlösliches Gleitgel beim Geschlechtsverkehr. Das kann direkt in das Vorspiel einbezogen werden. Experementieren Sie mit Ihrem Partner und finden so die richtige Position.

Ihr Orgasmus wird oftmals anders erlebt als vor der Lähmung. Das Gefühl hängt von der Verletzung ab. Entspannen Sie sich – das steigert das Empfinden. Viele Orgasmen entstehen durch die innere (seelische) Erregung beim Geschlechtsakt und nicht nur durch das körperliche Gefühl.

Jeder hat seine eigene Sexualität und muss lernen, welche Bedürfnisse sich daraus ergeben.

Kann ich noch ein Kind bekommen?
 
Einfache Antwort: JA! Sie können eine normale Schwangerschaft und meistens auch eine vaginale Entbindung haben.

Trotz Lähmung treiben die Wehen der Gebärmutter das Kind normal aus. Schwangerschaft ist ein natürliches Bedürfnis und sehnlicher Wunsch vieler Frauen. Bemerkungen wie: "Ach, Sie können Kinder kriegen?" und "Wird das Kind nicht auch behindert sein?" zeigen, wie verbreitet Unkenntnis und Vorurteile sind.

Klären Sie Ihre Familie, Ihre Freunde und das medizinische Personal über Ihre Bedürfnisse auf.
 
Bei tetraplegischen Frauen müssen während der Schwangerschaft und der Wehen bestimmte Vorkehrungen getroffen werden. Es ist wichtig, von Ihrem Geburtshelfer/Gynäkologen eng betreut zu werden. Ein Urologe sollte die Schwangerschaft zusätzlich begleiten. Ihr Geburtshelfer sollte im Kontakt mit Ihrem Querschnittszentrum stehen. Nur so können eventuell eintretende Probleme vor der Geburt abgesprochen werden.

Wenn Ihr Lähmungsniveau über Th6 liegt, können Wehen und Geburt eine autonome Hyperreflexie auslösen. Das wäre eine ernste Komplikation, bei der ein sehr hoher Blutdruck entsteht. Informieren Sie Ihren Geburtshelfer wenn Sie eine Verletzung über Th6 haben. Er kann so die passenden Medikamente bereithalten.

Der erhöhte Druck in der Blase kann zu unwillkürlichen Harnabgängen zwischen den Katheterzeiten führen. Durch die Größe des Bauches können Probleme beim Katheterisieren auftreten. Auch Harnwegsinfektionen sind keine Seltenheit. Die meisten Frauen sind in der Schwangerschaft davon betroffen.
Überprüfen Sie Ihre Medikamente. Einige können zu Schäden des Säuglings führen und sind in der Schwangerschaft Tabu. Sprechen Sie hier mit Ihrem Arzt.

Harnwegsinfektionen können Sie durch viel Flüssigkeitsaufnahme (Wasser, Cranberry-Saft, Vitamin C-haltige Getränke) vorbeugen. Denken Sie an Ihr Darmprogramm. Hier kann es zu Verstopfungen kommen. Bevorzugen Sie also eine ballaststoffreiche Kost.

Durch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit kann es zu einer Thrombose in den Beinen kommen. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Beinumfang. Sollte Ihnen etwas ungewöhnliches auffallen informieren Sie Ihren Arzt.

Während der Schwangerschaft erhöht sich Ihr Körpergewicht. Die Gefahr von Druckstellen steigt. Achten Sie daher ganz besonders auf Ihre Haut. Versuchen Sie Ihre Haut, so gut wie möglich zu entlasten.

Manche Ärzte weisen Sie rechtzeitig vor dem Geburtstermin in ein Krankenhaus ein. Die Geburt kann vorzeitig und schmerzlos einsetzen und wird oft nur durch ein „ungewohntes Gefühl“ wahrgenommen.

Suchen Sie das Krankenhaus Ihrer Wahl rechtzeitig aus. So kann sich das Personal auf Ihre individuellen Bedürfnisse vorbereiten.

Machen Sie die Umwelt darauf aufmerksam, dass auch Sie ein gesundes Baby zur Welt bringen können. Überzeugen Sie Ihre Familie und Freunde, dass sie eine liebevolle und gute Mutter sind.

Nach der Geburt müssen Sie sich für das Stillen oder die Flaschenernährung entscheiden. Denken Sie daran, eine Querschnittlähmung oberhalb Th5 kann zu Einschränkungen führen. Ein gestörter Saugreflex führt zu einer unzureichenden Milchproduktion. Entscheiden Sie selbst, was für Sie und Ihr Baby das Richtige ist.
 
Die Verhütung

Bis zur Menopause sind Frauen in der Lage Kinder zu bekommen. Denken Sie also an die Verhütung. Es gibt viele Möglichkeiten eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden.

Rhythmusmethode:
Eine harmlose aber sehr unzuverlässige Methode. „Timing“ ist der Schlüssel. Zählen Sie die Tage zwischen der Menstruation. So finden Sie den Zeitpunkt für den Eisprung. In dieser zeit muss ungeschützter Verkehr vermieden werden. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt bevor Sie diese Methode anwenden.

Diaphragma mit spermizidem Gel
Bei richtiger Anwendung eine sehr wirkungsvolle Methode. Das Einsetzen der Membrane kann bei vermindertem Gefühl oder eingeschränkter Handfunktion schwierig sein. Ihr Partner kann als Teil des Vorspiels das Diaphragma einsetzen.

IUP (intrauterinpessar)
Eine Spirale wird in die Gebärmutter eingesetzt. Diese Verhindert, dass sich das befruchtete Ei in die uterinen Wand einnistet. Die Spirale darf nicht verrutschen. Durch mangeldem Gefühl kann ein Verrutschen unbemerkt bleiben. Oftmals ist eine Entzündung die Folge.

Kondome
Kondome schützen – nicht nur vor ungewollter Schwangerschaft, sondern auch vor Geschlechtskrankheiten und Infektionen.Das Kondom muss von Ihrem Partner richtig übergestreift werden.

Die Pille
Eine sehr wirkungsvolle Methode. Die Pille erhöht je nach Östrogenanteil die Gefahr der Thrombose. Das Risiko besteht bereits auf Grund der Querschnittslähmung und kann durch die Pille verstärkt werden.

Eileiterunterbindung bei der Frau – Samenleiterunterbindung beim Mann
Der chirurgische Eingriff bindet die Eileiter bzw. Samenleiter ab und stellt so eine dauerhafte Sterilität sicher.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Mama und Papa im Rollstuhl

Auch im Rollstuhl können Sie ein erfolgreicher Elternteil sein. Der „Weg“ zu Ihrem Wunschkind kann anders verlaufen als bei Menschen ohne Querschnittslähmung. Doch das Verhältnis zu Ihren Kindern beeinflusst dies nicht.

Fußballspielen, Fahrradfahren, Eisenbahnspielen oder in der Pupenstube sitzen – so stellt man sich Eltern vor. Doch es ist viel mehr. Seinem Kind zuhören, unterstützen, beraten, ermutigen und ein Vorbild sein.
Das zählt. Und das können Eltern mit einer Querschnittslähmung.

Die Herausforderungen sind Groß. Sie werden richtige und falsche Entscheidungen treffen. Doch das was zählt sind die Liebe und das Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Kind. Gemeinsam lernen und erwachsen werden.
Dieser Herausforderung müssen Sie sich stellen.

Denken Sie an die häusliche Umgebung. Ein Wickeltisch sollte Ihre Höhe haben. Im Kleinkindesalter sollte der Sprössling nicht außer Ihrer Reichweite krabbeln. Denken Sie also an „Absperrungen“. Ihr Partner wird sich liebevoll um Ihr gemeinsames Kind kümmern und Sie unterstützen.

Kommunikation und Vertrauen sind die Vorraussetzung liebevoller Eltern.