Mit dem Rollstuhl unterwegs | Mobilität und Reisen

„Mobil sein“ – ein zentrales Thema in unserem Jahrhundert. Eine Querschnittlähmung schränkt die Mobilität ein. Es liegt jedoch an Ihnen, wie sehr Sie sich einschränken lassen.

Eine Vielzahl von Automobilherstellern bieten Umbaumöglichkeiten für ihre Fahrzeuge an. Auch die Deutsche Bahn AG, die Nahverkehrsverbände und die großen Fluggesellschaften bieten mittlerweile „barrierefreies“-Reisen an. Bleiben Sie also mobil.

Mit dem Rolli auf Reisen

Unterwegs mit Handicap

„Urlaubszeit ist die schönste Zeit“. Auch Menschen mit Handicap können fremde Länder und Kulturen entdecken.

Lassen Sie sich von einer Behinderung nicht einschränken. Egal ob mit dem Flugzeug, der Bahn, einer organisierten Busreise oder dem Mietwagen, Sie sind mobil.

Je weiter und je länger die Reise geht, desto wichtiger ist eine gute und rechtzeitige Planung. Oftmals ist das Wort „barrierefrei“ in vielen Orten der Welt ein Fremdwort.
 
Daher erkundigen Sie sich genau über die Gegebenheiten vor Ort. Nicht nur das Hotel muss Ihren Bedürfnissen entsprechen, auch die Umgebung und die geplanten Ausflüge sollen die Urlaubsfreunde nicht trüben.

Der Urlaub beginnt jedoch bereits bei der An- und Abreise. Je nach Verkehrsmittel, sollten Sie folgendes beachten und einplanen.

Am Flughafen und im Flugzeug


Informieren Sie bereits bei der Buchung das beauftragte Reisebüro oder die Fluggesellschaft, dass Sie im Rollstuhl sitzen. Abhängig von den Sicherheitsbestimmungen der Fluggesellschaft, werden unter Umstände nur eine begrenzte Anzahl behinderter Reisende mitgenommen. Erkundigen Sie sich immer vor Reiseantritt, welche Sicherheitsbestimmungen Ihre gewählte Airline hat. Oftmals ist eine Bestätigung Ihrer Reisefähigkeit über ein spezielles Formular nötig. Diese Bestätigung erhalten Sie von Ihrem Arzt.

Die deutschen Flughäfen sind in der Regel barrierefrei zugänglich. Sie können sich jeweils im Internet über die Homepage der Flughäfen informieren, worauf Sie achten müssen. Melden Sie sich etwas früher am Check-in. So können Verzögerungen vermieden werden.
 
Die Gänge in den Flugzeugen sind für einen üblichen Rollstuhl leider zu eng. Sie können daher Ihren eigenen Rollstuhl nicht mit in die Kabine nehmen. Die meisten Airlines oder Flughäfen organisieren für Sie Hilfspersonal und einen besonderen Transportrollstuhl. Das Personal begleitet Sie bis in die Kabine und holt Sie am Zielort wieder ab.

Denke Sie daran, Medikamente und eine ausreichend große Menge an Hilfsmittel, zum Beispiel Einmalkatheter, sollten immer im Handgepäck mitgeführt werden. Ihr Arzt wird Ihnen hierfür eine Bestätigung ausstellen.

So kommt es bei der Sicherheitskontrolle zu keinen Irritationen. Nach den aktuellen Sicherheitsbestimmungen müssen die Inhaltsstoffe von Hilfsmittel genau dokumentiert werden. Diese Informationen erhalten Sie selbstverständlich von SaliaCare. Nehmen Sie Kontakt zu dem SaliaCare Beratungsteam auf.
 
Die Bahn-Reise

Die Deutsche Bahn AG stellt speziell für Menschen mit Handicap einen Mobilitätsservice zur Verfügung. Gemeinsam mit Ihnen werden die Mitarbeiter die Reise planen und Ihnen Verbindungen raussuchen, bei der unnötiges Umsteigen vermieden wird. Sollten keine direkte Verbindung angeboten werden, planen Sie für das Umsteigen genügend Zeit ein.

Informieren Sie den Mitarbeiter der Bahn, dass nur Züge in Frage kommen, die zum Beispiel über eine behindertengerechte Toilette und Rollstuhlstellplätze verfügen.

Auf Wunsch organisiert die Deutsche Bahn Unterstützung oder technische Hilfsmittel wie eine spezielle Rampe beim Ein-, Um- und Aussteigen.

Ein Tipp!
Der Kurier-Gepäckservice der Deutschen Bahn holt Ihr Reisegepäck Zuhause ab und bringt Ihn an Ihren Urlaubsort. Der Service ist jedoch kostenpflichtig und muss vor der Reise beauftragt werden.

Übrigens die Bahn Card 50 gibt es für Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis (ab GdB 70) zum halben Preis!

Mit dem Auto unterwegs

Nicht nur bei einer langen Anreise mit dem eigenen Auto, sondern auch bei Ausflügen mit dem Mietwagen am Urlaubsort sollten Sie sich die Reiseroute genau anschauen. Legen Sie genügend Pausen ein. Am besten machen Sie Rast an einer Raststätte mit einer Behindertentoilette.

Den Zugang zu über 7.000 Behindertentoiletten in Deutschland und dem europäischen Ausland erhalten Sie jedoch nur mit einem Universalschlüssel. Diesen können Sie zusammen mit dem Toilettenführer „Locus“, der alle Standorte behindertengerechten WCs auflistet bestellen.

Informieren Sie sich vor der Abreise

Wir haben für Sie alle wichten Links zusammenbestellt. Informieren Sie sich rechtzeitig und genießen Sie Ihre Reise.

Fluggesellschaften im Überblick

Hier finden Sie detailierte Informationen der einzelnen Fluggesellschaften zum Thema "Barrierefreies"-Reisen.

» Lufthansa
» Air Berlin
» TUIFly
» LTU
» Condor
» Germanwings
» Air France
» Alitalia
» Austrian Airlines
» Swiss
» KLM
» British Airways
» Singapore Airlines

Deutsche Flughäfen im Überblick

» Frankfurt
» München
» Berlin Tegel/Schönefeld
» Hamburg
» Köln/Bonn
» Düsseldorf
» Stuttgart
» Nürnberg
» Dresden
» Leipzig/Halle


Fern- und Regionalverkehr der Deutschen Bahn AG

» Deutsche Bahn AG


Regional- und Nahverkehr in Deutschland

» VRR Verkehrsverbund Rhein-Ruhr
» MVG Münchner Verkehrsgesellschaft
» MVV Münchner Verkehrs- und Tarifverbund
» BVG Berliner Verkehrsbetriebe
» VVS Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart
» RMV Rhein-Main Verkehrsverbund
» HVV Hamburger Verkehrsverbund
» DVB Dresdner Verkehrsbetriebe
» VGN Verkehrsverbund Großraum Nürnberg
» LVB Leipziger Verkehrsbetriebe

Weitere Informationen rund um Haltestellen und deren barrierefreien Einrichtungen finden Sie bei der Reiseauskunft der Deutschen Bahn AG. Hier können Sie die Fahrpläne für die gesamte Bundesrepublik auswählen.